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Seit Jahrtausenden sind die Menschen von der wertvollsten Naturfaser, der Seide fasziniert. Die Chinesen entdeckten von 5000 Jahren die Kunst der Seidenherstellung. 3000 Jahre konnten sie ihr Geheimnis hüten. Der Sage nach soll der legendäre Kaiser Fu Xi als erster auf den Gedanken gekommen sein, Seidenraupen zur Herstellung von Gewändern zu nutzen. Er gilt auch als Erfinder eines mit Seidenfäden bespannten Saiteninstruments.
Es war strikt verboten, die Seidenraupen oder ihre Eier außer Landes zu bringen.
Im Jahre 555 gelang es jedoch zwei persischen Mönchen, einige Eier zum Kaiser Justinian 1. nach Konstantinopel zu schmuggeln. Mit diesen Eiern und dem Wissen, welches sie bei ihrem Aufenthalt in China über die Aufzucht von Seidenspinnern erworben hatten, war damit Chinas wertvolles Monopol der Seidenherstellung gefallen. Von Byzanz aus kam die Seide ins südliche und mittlere Europa. Dort wird Seide erst in Italien und dann, seit etwa dem 15. Jahrhundert in Frankreich industriell verarbeitet.
Den hohen Nutzen und exklusiven Wert dieser Naturfasern wurde schon damals hoch geschätzt: Exklusive Gewänder, Kleider, edle Tücher bis hin zu Seidenhandschuhen waren begehrte Statussymbole des Adels und wohlhabender Kaufleute. Seide bzw. Seidenstoffe war auch des Preises wegen dieser Bevölkerungsschicht vorbehalten
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