Kimono
Modelabel

Seidenarten


 

Die Definition „Seide“ laut Textilkennzeichnungsgesetz:
Es dürfen nur Fasern, die ausschließlich aus Kokons seidenspinnender Insekten gewonnen werden als Seide bezeichnet werden. Allgemein sind es Fasern, die aus der Mittelschicht des Kokons der Seidenraupe gewonnen werden.

 

Der Kokon:
Durchmesser: 20-25 mm, Länge: 30mm,
Form: Eiförmig (männliches Kokon) bzw. 8-Förmig (weibliches Kokon),
Der Kokon entsteht bei der Verpuppung zum Schmetterling. Der Bau des Konkons dauert dabei ca. 3-4 Tage.
Seide wird aus den beim Verpuppen erzeugten glänzenden Fasern der Raupe des Seidenspinners (Schmetterlingsfamilie) gewonnen. Der wohl wichtigste Seidenspinner ist der Maulbeerspinner, der in Ostasien beheimatet ist. Die Raupen produzieren den Seidenfaden, mit dem sie den Kokon spinnen auf vier Drüsen: zwei Drüsen produzieren Fibroin, das Material des Seidenfadens, und die beiden anderen Drüsen produzieren Sericin, den Seidenbast oder Seidenleim der den Seidenfaden ummantelt. Vom Kokon sind etwa 700 – 1000 Meter des Fadens verwendbar, die einen regelmäßigen Faden liefern. Für 1 Kilogramm Rohseide werden ungefähr 7 bis 9 kg getrocknete Kokons benötigt. Der Durchmesser des Kokonfadens beträgt ca. 18 – 30 um (um = micrometer = 1 millionstel Meter).

Seide ist eine Naturfaser und aus diesem Grunde können Unregelmäßigkeiten auftreten. Die unterschiedlichen Oberflächen der Seide hängen von der Art des Garns ab und werden als Teil des Charmes der Seide betrachtet.

 

Die physikalischen Eigenschaften der Seide:

Feuchtigkeitsaufnahme maximal 30 % des Eigengewichts, ohne dass sich die Seide
feucht anfühlt.

Dichte: 1,37 g pro Kubikzentimeter bei nichtentbasteter Seide,
1,25 g pro Kubikzentimeter bei entbasteter Seide

entbastete Seide ist einer der leichtesten Faserstoffe.

Reißlänge: ca. 50 km (entbasteter Faden,

Reißfestigkeit: 20 – 50 Rkm

Dehnung: 24 %, bei Normalklima

Nassfestigkeit: ca. 85% der Trockenfestigkeit


Seidenarten:

Bouretteseide: Bourette kommt von französisch bourre, das heißt Füllhaar, Flock. Dieses Seidengarn wird aus Abfällen der Schappeseiden-Spinnerei gewonnen. Die höchstens sechs Zentimeter langen Fasern weisen feine Knötchen auf, weswegen das Garn glanzlos und rau wirkt.

 

Chiffon: Chiffon und Crepe de Georgette sind aus transparentem Kreppgewebe

Dupionseide: Auch Doupionseide ist eine reine Seide in hochwertiger, glatter Qualität. Sie ist dem Seidentaft sehr ähnlich. Sie wird auf Fäden des Doppelkonkons gewebt und besitzt leichte Unregelmäßigkeiten auf ihrer Oberfläche, obwohl sie aus Maulbeerseide und nicht aus Wildseide gewonnen wird.

 

Haspelseide: auch Reale Seide genannt, ist der endlose, von 5 bis 30 Kokons abgehaspelte, also abgewickelte Faden. Diese etwa 1000 Meter langen Fasern gelten als edelster und teuester Seidenfaden.

 

Honanseide: Sie trägt den Namen ihrer chinesischen Heimatprovinz. Sie zählt zu den Wildseiden, besitzt aber nur im Schluß Verdickungen, während die Kette aus glatter Haspelseide besteht. Honanseide erkennt man an ihrer trockenen, knirschenden Haptik.

Maulbeerseide: Sie besitzt einen besonders feinen und gleichmäßigen Faden, sie gilt als die hochwertigste aller Seiden. Sie wird als Haspelseide verwendet. Der gezüchtete Maulbeerspinner legt bis zu 500 Eier. Die Raupen werden mit Maulbeerblättern gefüttert, bis sie sich nach etwa 35 Tagen zur Verpuppung in einen Kokon einspinnen. Der produzierte Faden ist ein Doppelfaden.*

 

Naturseide: Jede Seide ist eine reine Naturfaser. Häufig wird der Begriff Naturseide jedoch lediglich für solche Seidenstoffe verwendet, die eine an Wildseide erinnernde Optik haben, wie etwa die Bouretteseide.

 

Shantungseide: Sie ist ein Seidengewebe aus deutlich geflammten Wildseidengarnen mit Verdickungen in Kette und Schuß

 

Soupleseide: auch Cuitseide, ist die aus der Rohseide nach dem entbasten durch Seifenlauge entstandene Seide.

 

Tussahseide: ist das vom Tussahspinner oder Wildseidenspinner gewonnene Seidengarn. Es handelt sich um einen gröberen goldgelben Faden mit relativ unregelmäßiger Struktur. Tussahseide ist eher dick und weniger glänzend.
Sie wird auch Wildseide genannt.

Waschseide: englisch „sandwashed silk“ , also sandgewaschene Seide, ist eine Seide, deren Oberfläche so behandelt wurde, dass sie ihren Glanz verliert. Typisch für die Seide ist die pelzige Haptik. Die Seidenstoffe fühlen sich ähnlich wie ein Pfirsich an.

 

Wildseide: Sie wird im Gegensatz zur Maulbeerseide von wild lebenden Nachtschmetterlingen gesponnen, die nicht gezüchtet wurden. Da Wildseide meist nicht vom Kokon abgehaspelt werden kann, muss sie wie Spinnfasern versponnen werden. Das Seidengarn ist daher nicht so fein und glatt, sondern eher unregelmäßig geflammt, rauer, härter und weniger glänzend als Maulbeerseide. Dafür ist diese Seide aber unempfindlicher gegen Säuren und Laugen.

 

Herrenmode
herrenwesten

 

Damenmode

seidenkimonos

 

Seidenstoffeseidenstoffe

 

Accessoires

mode accessoires

 

 

Hinweis:

Cooltúre Fashion arbeitet ausschließlich mit der Maulbeerseide für alle
Bekleidungsstücke (Kimonos, Blusen, Westen, etc), Raumausstattung (z,B. Tagesdecken, plaids, Meterware) und den größten Teil der Accessoires (Handtasche, bestimmte Schaltypen).

Coolture Fashion - Ihr Spezialist für Kimonos, Ponchos, Blusen, Handtaschen, Accessoires und exklusive Seidenstoffe mit aktuellen Modetrends zu Seide und Bekleidung.


Coolture Fashion - Nördl. Grünauer Str. 13, D-86633 Neuburg - fon. +49 (0) 8431/ 644740